Mortal Kombat 11 im Test

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Mortal Kombat 11 ist der elfte Teil der skandalträchtigen Prügelspielreihe; Serienableger und Updates wie MK Gold nicht mitgerechnet. Damit bleibt der Entwickler NetherRealm Studios dem Erfolgsrezept rund um Blut und Gekröse weitgehend treu. Allerdings setzt der Titel auf eine Gewaltdarstellung die schon weit über den Punkt hinaus geht, an dem man sie noch als wirklich unangenehm empfinden könnte.

Ich habe hier die PlayStation 4 Version und gespielt wurde es auf der PlayStation 4 Pro. Eine Nintendo Switch Version werde ich zum Release am 19.05.2019 testen. Des Weiteren ist Mortal Kombat 11 auch für den PC und der Xbox One erschienen.

Für Trophäen-Sammler gibt es jede Menge zu ergattern. Insgesamt gibt es 59 Trophäen – 1x Platin, 1x Gold, 7x Silber und 50x Bronze

Die Geschichte von Mortal Kombat 11 knüpft unmittelbar ans Ende von Mortal Kombat X an: Ihr erlebt ein Zeitreiseabenteuer, in dem ihr die Rollen vergangener und aktueller Figuren übernehmt, um gegen Kronika, die Hüterin der Zeit, anzutreten. Der Story-Modus ist etwa 4 bis 5 Stunden lang. Dies hängt von dem Schwierigkeitsgrad was ihr auswählt.

Doch dabei bleibt es natürlich nicht. Zum einen steht euch das klassische Eins gegen Eins offen, entweder gegen die CPU oder einen menschlichen Gegner. Bei den Türmen der Zeit prügelt man sich nacheinander mit einer bestimmten Anzahl Gegner, während gewisse Modifikatoren aktiv sind – die können die Fights leichter oder schwerer machen. 

Es gibt auch einen Modus, wo ihr das Spiel besser erlernen könnt. Hierbei könnt ihr u.a. auch die Fatality-Moves lernen. 

Für jede Figur stehen eine Reihe neuer und klassischer Kostüme zur Wahl. Dabei müsst ihr es aber nicht belassen, sondern könnt die jeweiligen Outfits nach euren Wünschen verändern. Verpasst Scorpion eine andere Maske, zieht Sonya einen neuen Kampfhandschuh über, wechselt Raidens Hut und so weiter. Selbst Intros und Siegesgesten lassen sich anpassen.

Die entsprechenden Optionen müssen natürlich freigespielt oder gekauft werden. Wie im Vorgänger gibt es auch die Krypta, wo ihr euch gegen gesammeltes Geld Goodies einsachen könnt. Die im Kampf verdienten Koins könnt ihr es dafür einsetzen.

Tatsächliche Auswirkungen auf das Spiel hat dagegen die Möglichkeit, auch die Moves und sogar Fatalitys eurer Figur zu verändern. Für jedes Kostüm könnt ihr unterschiedliche Aktionen festlegen. Auf diese Weise habt ihr deutlich mehr Freiheiten, euch einen persönlichen Kampfstil zurechtzulegen. Allerdings belegt jede Fähigkeit eine gewisse Anzahl Punkte, sodass ihr abwägen müsst, was ins Repertoire soll und was draußen bleibt. Darüber hinaus gibt es Verstärkungen für jeden Charakter, die bestimmte positive Effekte hervorrufen. 

Keine X-Rays mehr

Die X-Rays waren übertrieben brutal. Der Spezialangriff X-Ray ließ euch beinahe jeden Knochen im Körper des Gegenüber brechen, bevor ihr mit unfassbar heftigen Fatalitys Gesichter zerschnitten und Wirbelsäulen herausgerissen habt. Dazu flossen natürlich Hektoliter Blut. Die X-Rays haben die Entwickler vom Spiel entfernt.

Statt X-Rays nun Fatal Blows

Die Fatal Blows ersetzen die X-Ray-Angriffe aus Mortal Kombat X. Hat euer Charakter nur noch ein Drittel seiner Lebensenergie, kann durch gleichzeitigen Druck auf die hinteren Schultertasten der Move eingesetzt werden. Wird die Attacke nicht geblockt, folgt ein irres Stakkato aus durchbohrten Körperteilen und gebrochenen Knochen. Einige davon hätten absolut das Zeug, als Finisher durchzugehen.

Der Fatal Blow ist mächtig und effektreich inszeniert. Jedoch scheint er primär ein Comeback-Manöver zu sein, mit dem sich ein verloren geglaubtes Match noch einmal rumreißen lässt. Ein wenig trauern wir darum dem X-Ray nach aber auch so ist das Spiel brutal genug

Direkt überzeugend wirkt hingegen die jeweils zweistufige Leiste für offensive oder defensive Spezialmanöver. Im Angriff verstärkt ihr bestimmte Angriffe, was in einem Krushing Blow endet, der ähnlich „knackig“ gerät wie die Fatal-Variante. In der Verteidigung hingegen kann mit einem perfekten Block die Kombo eures Gegners abgebrochen und danach zum Gegenangriff übergangen werden.

Im Endeffekt kann man sagen, dass Mortal Kombat 11 eine Evolution zum Vorgänger darstellt. Die Animationen wirken etwas geschmeidiger. Die Aufmachung der Kostüme sind sehr gut gelungen. Das Spiel bietet eine Ultra HD Auflösung (ausgenommen Nintendo Switch Version). HDR ist ebenfalls im Spiel. Die Grafik ist sehr gut gelungen und das Gameplay ist sehr flüssig. Etwas mehr Innovation hätten ich mir jedoch gewünscht. 

Die Grafik ist besser und auch der Sound hat mir gefallen. Der Story-Modus der etwa 4 bis 5 Stunden dauert kann durchaus überzeugen. Mortal Kombat-Fans werden aufjedenfall auf Ihre Kosten kommen.

 

Mortal Kombat 11

8.5

Grafik

8.8/10

Sound

8.1/10

Fun

8.5/10

Positiv

  • Grafik Top
  • Großer Umfang
  • Fatal Blows bringen frischen Wind ins Spiel

Negativ

  • Dauermotivation
  • Animationen könnten noch besser sein
  • Keine X-Rays mehr

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