Details zu Google Stadia – Das kann und kostet Googles neuer Spielestreaming-Dienst

0
28

Videospiele in hoher Qualität, ohne Gaming-PC, auf jedem Fernseher: Googles Streamingdienst Stadia will die Branche aufmischen. Jetzt wurden neue Details bekannt 

Googles Cloud-Spieledienst Stadia, der angeblich Konsolen und Spielerechner überflüssig machen soll, kommt zum Start im November auch gleich nach Deutschland. Das hat Google am Donnerstag bekanntgegeben. Die Idee hinter Stadia ist, Spiele auf hochgerüsteten Google-Servern im Netz laufen zu lassen, statt auf den meist wohl nicht ansatzweise so leistungsstarken Geräten der Nutzer. Voraussetzung dafür, dass dieses Spielestreaming im Stil bestehender Angebote wie Shadow funktioniert, ist dementsprechend eine schnelle Internetverbindung.

 
 

Google hatte Stadia im März angekündigt, aber damals noch keine Angaben zu Preisen oder dem Spieleangebot gemacht. Das holte der Konzern jetzt, wenige Tage vor dem Start der Spielemesse E3 in Los Angeles, nach.

Wer zum Start im November dabei sein will, muss demnach 129 Euro für ein Paket mit dem Streaming-Gerät Chromecast Ultra und einem Controller zur Spielsteuerung ausgeben. Vorbestellungen dafür sind jetzt möglich.

Im Startpreis enthalten sind Google zufolge auch drei Monate des Abodienstes Stadia Pro, der sonst 9,99 Euro pro Monat kosten wird. Abokunden bekommen schärfere 4K-Bilder und Zugang zu einer Auswahl von Spielen, von denen bislang nur das von anderen Plattformen längst bekannte “Destiny 2” erwähnt wurde.

4K nur für zahlende Kunden

Eine kostenlose Version von Stadia soll laut Googles Ankündigung erst kommendes Jahr verfügbar sein. Mit ihr lassen sich dann gekaufte Spiele ohne monatliche Gebühr weiterspielen. Nutzer der Gratisversion bekommen als Bildqualität aber nur Full-HD- statt der besseren 4K-Auflösung und außerdem nur Stereo- statt Mehrkanalton. Beide Varianten des Angebots sollen allerdings eine Framerate von 60 Bildern pro Sekunde liefern können.

Ob und wie gut deutsche Nutzer Stadia überhaupt nutzen können, ist stark vom lokalen Internetausbau abhängig. Für 4K-Bilder empfiehlt Google eine rund 35 MBit pro Sekunde schnelle Leitung, für Full-HD sind rund 20 MBit pro Sekunde notwendig. Wichtig ist auch die Reaktionszeit, denn die Steuerbefehle des Controllers müssen die Server praktisch sofort erreichen können. Ob die eigene Verbindung grundsätzlich für Stadia geeignet ist, lässt sich hier testen.

Noch werden wenige Smartphones unterstützt

 

Ob die im März angekündigte Möglichkeit, den Spielverlauf von Stadia-Games gleichzeitig live bei YouTube zu übertragen, zum Start schon verfügbar sein wird, sei noch unklar, schreibt das Tech-Magazin “The Verge” unter Berufung auf Google-Manager. Es soll aber möglich sein, Spiele direkt aus einer Werbeanzeige bei YouTube zu beginnen – das oft langwierige Herunterladen eines Spiels entfällt bei Stadia. Spiele sollen sich auch bei einem Wechsel der Geräte jeweils an der Stelle fortsetzen lassen, an der man sie auf Stadia zuletzt gespielt hat.

Was die Geräte angeht, ist Stadia zunächst allerdings auf die Nutzung über Heimcomputer, Laptops und Fernseher ausgelegt. Der Dienst soll zum Start vorerst nur auf ausgewählten Mobilgeräten laufen, heißt es, auf Googles hauseigenen Smartphones Pixel 3, Pixel 3 XL, Pixel 3a und Pixel 3a XL. Weitere Geräte sollen aber folgen. Beim mobilen Spielen dürfte vor allem das benötigte Datenvolumen ein Problem darstellen. Wirklich Sinn ergibt Stadia angesichts der Datenmengen unterwegs wohl nur in Verbindung mit echten Datenflatrates.

Wir von Techniklounge werden soweit es möglich ist den Dienst ausführlich testen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein