LG V40 ThinQ im Test

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Wenn es um Smartphones geht heisst es seit längerer Zeit nicht mehr nur Samsung oder Apple. Es gibt mittlerweile andere Hersteller die gleichwertige Smartphones anbieten wie z.B. Xiaomi, OnePlus oder auch Huawei. Letztere läuft Gefahr von der Bildfläche zu verschwinden. LG will auch im Smartphone-Markt bestehen und hat hierfür das High-End Smartphone den LG V40 ThinQ auf dem Markt gebracht mit attraktivem Preis.

Umfangreiche Ausstattung

Der LG V40 ThinQ bietet eine Dual-Frontkamera und eine Triple-Kamera. Des Weiteren sorgt die High-End Ausstattung für ordentliche Leistung. Kann LG mit den Big-Playern wie Samsung, Apple und Co. mithalten?

Design und Verarbeitung

Die Smartphones heuzutage ähneln sich sehr und viele davon orientieren sich an dem iPhone X von Apple. Der V40 ThinQ will sich von den anderen abheben. Das Gehäuse ist aus Glas und Metall. Die Rückseite hebt sich schon etwas von den anderen Herstellern ab. Die Rückseite fühlt sich sehr edel an und besteht aus Glas. In unserem Testmodell in Grau schimmert die Rückseite bei Lichteinfall, was gut aussieht. Die matte Oberfläche fühlt sich angenehm an. Das milchige Gorilla Glas 5 fühlt sich samtig weich an und scheint das einfallende Licht eher in sich aufzunehmen und damit zu spielen als es zu reflektieren. Die Behandlung verleiht dem Smartphone je nach Betrachtungswinkel ein weniger oder stärker ausgeprägtes Leuchten, das uns vor allem bei der uns vorliegenden Version sehr gut gefällt. Ein Vorteil der satinierten Glasoberfläche ist, dass Fingerabdrücke daran kaum haften bleiben und das Smartphone so ansehnlich bleibt. Ein Nachteil: Sie ist recht rutschig. Die Verarbeitung des Gerätes ist auf sehr hohem Niveau, wir können keine übermäßig großen Spaltmaße oder Ähnliches erkennen.

Der LG V40 ThinQ hat wie bei vielen anderen Smartphones eine Notch. Die Notch wird begleitet mit zwei Frontkameras. Die Hörmuschel ist etwas rechts versetzt. Leider verfügt das Gerät keine speziellen Sensoren für die Gesichtserkennung. Hierbei hat LG dem Gerät einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite spendiert. Im Testzeitraum konnte ich ohne größere Probleme das Gerät damit entsperren.

Der LG V40 ThinQ gehört zu den dünnsten Smartphones auf dem Markt. Sie ist nur 7,7 Millimeter dick und wiegt 169 Gramm. Dies sind klasse Werte. Das iPhone X zum Beispiel wiegt deutlich mehr.

Wasser- und Staubdicht

Wie zu jedem guten Smartphone heutzutage gehört die IP68-Zertifizierung dazu. Der LG V40 ThinQ ist stoßsicher sowie wasser- und staubdicht.

Tolles OLED-Display

Ich habe sehr viele Smartphones mit OLED-Displays in der Hand gehabt und kann vom LG V40 ThinQ fast nur positives berichten. Das 6,4 Zoll Display hat ein Seitenverhältnis von 19,5:9. Die Pixeldichte beträgt 537 PPI bei einer Auflösung von maximal 3.120 x 1.440 Pixel. Beim Display muss noch angemerkt werden, dass der OLED-Panel aus eigener Fertigung besteht. Das Display kann HDR10-Inhalte wiedergeben und ist somit auf Stand der Technik. 

Wie üblich bei den OLED-Display sind die Farben kräftig und sättigend. Wem dies zu viel ist kann bei den Einstellungen die Farben wie z.B. Farbtemperatur anpassen. Es stehen auch einzelne Farbprofile zur Verfügung. Des Weiteren kann man die Auflösung herabsenken auf Full HD oder HD um z.B. die Akkulaufzeit zu verlängern.

Hardware und Software

Natürlich sind auch die Inneren Werte eines Smartphones wichtig. Hierbei muss geschaut werden, ob das Gerät auch für zukünftige Aufgaben gewachsen ist. Hierbei kann ich definitiv mit Ja beantworten. Es steckt zwar nicht der neueste Chipsatz von Qualcomm (Snapdragon 855) aber der Vorgänger Snapdragon 845 verrichtet seinen Dienst ohne Fehl und Tadel. Ich konnte bei der Nutzung keine Verzögerungen feststellen und auch ein stottern suchte ich vergebens. 
 
Bei der Leistung habe ich verschiedene Smartphones als Vergleich herangezogen und die Geräte OnePlus 6T, Samsung Galaxy Note 9 und dem iPhone X einen Antutu-Benchmarktest unterzogen. 
 
Bei den vier genannten Smartphones verfehlt der LG V40 ThinQ sehr knapp die Spitze. Es musste sich nur den One Plus 6T geschlagen geben. 
 
Antutu-Score LG V40 ThinQ iPhone X One Plus 6T Galaxy Note 9
  242.521 200.614 243.178 230.121

Bei der Software sieht die Sache etwas anders aus. Hier wird immer noch das Gerät mit Android 8.1 Oreo ausgeliefert. Bei den Sicherheitspatches ist es jedoch auf dem neuesten Stand. Leider hat LG immer noch keinen Zeitpunkt mitgeteilt bezüglich dem Release von Android 9 Pie für das LG V40 ThinQ.

Sound

Natürlich spielt auch die Soundqualität eines Smartphones eine wichtige Rolle, da man darauf Videos und Musik abspielt. Der LG V40 ThinQ kann hier positiv punkten. Es bietet Hi-Fi Quad DAC das ein klares Klangbild sorgt. DTS:X sind mit an Board. Die Basswiedergabe ist vielversprechend ohne es zu übertreiben. 

Das Kamera-System

Der Trend geht auf immer mehr Kameras bei den Smartphones. Der LG V40 bietet auf der Rückseite eine Triple-Kamera mit drei unterschiedlichen Brennweiten. Die Kamera mit 25-mm-Standardobjektiv hat eine f/1.5-Blende und löst Fotos mit 12 Megapixel auf, ebenso jene mit 50-mm-Teleobjektiv und f/2.4-Blende. Die Weitwinkelkamera hat eine f/1.9-Blende und fertigt Aufnahmen in 16-Megapixel-Auflösung an. Negativ zu erwähnen ist, dass nur die Kamera mit dem Standardobjektiv eine optische Bildstabilisierung hat.

Die Kamera-App hat viele Funktionen diese sind jedoch nicht übersichtlich gelungen. Es zeigt z.B. nicht die häufig genutzten Modi an, da es sich nicht an die Nutzungsgewohnheiten vom User anpasst. Die Aufnahmen haben eine gute Qualität. Diesbezüglich konnte ich diese mit den Bildern vom Huawei P30 Pro vergleichen. Im Nachtmodus musste es sich dem P30 Pro deutlich geschlagen geben. 

Die Videofunktion des V40 erlaubt die Aufnahme in 4K-Auflösung bei maximal 60 Bildern pro Sekunde – dabei wird das Smartphone unangenehm heiß – und mit 30 Bildern in 10-Bit-Farbtiefe (HDR10). Zu den weiteren Features zählen ein Zeitlupenmodus für Full-HD-Videos mit höchstens 240 Bildern pro Sekunde sowie ein manueller Modus, in dem ISO-Wert, Belichtung und Fokus sogar während der laufenden Aufnahme geregelt und einige Veränderungen an der Tonaufnahme – wie Lautstärke, Bitrate oder Windfilter – vorgenommen werden können. Wo die 4K-60fps-Videos noch mit sehr guter Qualität überzeugen können, da zeigen sich bei HDR10-Videos bei Kamerabewegung unansehnliche Nachzieheffekte.

Klangqualität und Akku-Laufzeit

Die Klangqualität beim Telefonieren ist gut und die Stimmen kommen recht gut natürlich rüber. Das Mikrofon kann überzeugen. Leider beherrscht es kein Voice-over-LTE oder WLAN-Calling.

Die Akkukapazität beträgt 3.300 mAh. Mitgeliefert wird ein 18 Watt Netzteil und der LG V40 beherrscht drahtloses Schnellladen mit 10 Watt. Für eine komplette Akkuladung braucht der V40 recht lange. Kabelgebunden sind dies knapp 160 Minuten. Mit einer Akkuladung kommt man recht gut über den Tag hinaus. Ein weiterer Tag ist jedoch nicht drin. 

Preis

Der Preis ist heiß. Man bekommt das Smartphone von LG für gerade mal um die 450 Euro. 

Fazit

Der LG V40 ThinQ ist zweifellos ein Top-Smartphone, dass jedoch keine Alleinstehungsmerkmale hat und von daher schwer haben dürfte gegenüber anderen Smartphones zu punkten. Die Performance stimmt und auch das Display ist sehr gut. Der Preis ist absolut Top. Für 450 Euro erhält man ein Top-Smartphone. Leider trübt das Gesamtbild der etwas schwache Akku und die Android-Version 8.1 Oreo.

 

LG V40 ThinQ

8.3

Verarbeitung

8.5/10

Ausstattung

8.0/10

Akku

7.5/10

Display

9.0/10

Kamera

8.5/10

Positiv

  • Tolles Display
  • Starke Performance
  • Ansprechendes Design

Negativ

  • Akkuleistung
  • Fotoqualität könnte etwas besser sein

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